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Cröbern 1813

Arbeiten am Cröbern Diorama 2013

Die Arbeiten am Cröbern Diorama gehen weiter. Unter tatkräftiger Anleitung von Wolfgang Meyer und mit Hilfe unserer beiden Ehefrauen werden weitere Dioramenmodule feriggestellt. 

Wolfgang und Isa stellen die österreichischen Bataillone auf. Tausende Figuren werden in vielen Stunden verarbeitet. Hier ist eine ruhige Hand von Nöten.

Daniela gestaltet die Ackerflächen

Die bereits fertigen Dioramenmodule werden noch einmal komplett überarbeitet. Straßen, Wege, und Plätze und bekommen einen Belag aus echter Erde um einen realistischeren Effekt zu erreichen.

Viele Quadratmeter Wiesenflächen müssen noch auf die Platten aufgebracht werden

Arbeiten am Diorama April 2013

In der dritten Aprilwoche fanden wir wieder die Zeit vier Tage am Diorama zu arbeiten. Wir konnten einen großen Teil des Landschaftsbaus fertigstellen.

Insgesamt wurden ca. 4 Meter des Göselbachs gestaltet, dazu zwei größere Weiher. Einer in unbittelbarer Nähe des Pfarrhofes und ein zweiter am Ortsausgang Richtung Crostewitz.
Dabei wurden die Gewässer teilweise mit der Plexiglasmethode und teilweise mit Scenic Water gefertigt.


Hier die Gestaltung mit Scenic Water. Man läßt das Wasser einfach in die präparierte Kuhle des Weihers laufen. Da werden schon ein paar Flaschen verbraucht werden. Zuerst bleibt die Flüssigkeit recht milchig. Je mehr das Ganze aber abtrocknet umso schneller wird die Flüssigkeit kristallklar. Mit einem kleinen Pinsel sollte man die Luftblasen, die sich beim Einschütten gebildet haben, wegnehmen.

Weiterhin haben wir an diesen vier Tagen jede Menge Felder, Wiesen, Wege, Gärten und Äcker geschafft. Dabei wurde massig getrocknete Erde und Leim verbraucht. Dazu haben wir noch 25 Großpackungen Heki-Wildgras verbaut.

Da ja auch der Cröberner Kirchwald noch auf der Planung stand, mussten massig Bäume gesetzt werden. Da die Solitärbäume, welche wir bisher auf dem Diorama haben, natürlich für solch einen Wald die Kosten ins Uferlose katalpultieren würden, musste ich nach Alternativen suchen.
Vor einiger Zeit stieß ich dabei auf die Modellbaum-Manufaktur von Manfred Grünig, der sich auch auf den Landschaftsbau mit Schwerpunkt Baumgestaltung spezialisiert hat. Er hat ebenfalls wunderschöne Solitärbäume, die aber mit einem selbst hergestellten Laub versehen sind. Die Bäume sowie die Belaubung wirken äußerst realistisch.
Also habe ich dort eine beträchtliche Anzahl von schönen Bäumen geordert. Da man das Laub jedoch auch einzeln beziehen kann, habe ich mich mit eigenen Experimenten zum Baumbau befasst. Ich muss sagen, die Belaubung von Meerschaumbäumen mit diesem Belaubungsmaterial ist grandios. Ich habe dann auch sofort einiges Material bestellt, um mich an den Cröberner Kirchwald zu geben. Der ist schon einige Meter groß und verschlingt natürlich hunderte Bäume.
 


Diese vier Tage intensiven Arbeitens haben wirklich viel gebracht. Die gesamte Topografie des Dioramas steht. Es ist schon faszinierend zu sehen, wenn man die Fotos des alten Cröberns mit dem Modell vergleicht, dass hier auch sämtliche Perspektiven stimmen.
Bis auf die Äcker in Richtung Auenhain, wo noch tausende Figuren eingearbeitet werden müssen, ist die Landschaftsgestaltung fast abgeschlossen.
Zudem konnte ich in der Nähe des Göselbachs die rastende Kompanie österreichischer Pioniere in einer Stärke von 120 Mann einarbeiten. Diese wurde noch durch Niels Rullkötter vor Jahren wunderbar gemastert und dankenswerter Weise durch Hobbyfreund Paul Hedges genauso wunderbar bemalt.
Mittlerweile hat Wolfgang schon ein eigenes Zimmer im Hotel "Schmucker Jäger" in Hann. Münden unserer zukünftigen Museumörtlichkeit. Sein Zimmer liegt nur durch eine Fluchttüre getrennt, ca. 5 Meter vom Cröbern-Diorama weg, perfekter geht es nicht.

Die Arbeit am Cröbern Diorama befindet sich auf der Zielgeraden  August 2013

Die Arbeiten am Cröbern-Diorama sind so gut wie abgeschlossen. Das nächste Wochenende wird das letzte Arbeitswochenende. Es müssen noch einige Feinarbeiten gemacht werden. Dann müssen erstmal alle Bilder fürs Buch über das Cröbern-Diorama und die DVDs gemacht werden, was natürlich riesigen Spaß machen dürfte.
Nach sieben Jahren Bauzeit kann das Diorama in seiner kompletten Größe dann im Oktober in Markkleeberg erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden.

So konnte ich jetzt auch die durch Andreas Hofmann phantastisch modellierte und bemalte Figurengruppe der Cröberner Zivilisten samt Magister Traugott Palm und Gemeindevorstand einarbeiten. Jetzt zeigt sich erst die Klasse dieser Figurengruppe. Sehr natürliche Haltungen sowie untereinander agierende Figuren lassen die Gruppe zu einem Meisterwerk werden. Die Szene ist genauso geworden, wie ich sie mir vorgestellt hatte.

Hier schon mal ein Bild dieser Szene. 

Fertig !!!

Ich danke euch allen!!!

Nach sieben Jahren Arbeit am Cröbern-Diorama ist es jetzt endlich soweit. Am 18.08.2013 wurden die letzten Figuren eingesetzt. Das Cröbern-Diorama ist fertig und es ist genauso geworden, wie ich es mir immer vorgestellt hatte.

Mit Hilfe meiner Ehefrau sowie meiner Freunde Daniela und Patrick konnte das Großdiorama zu Ende gebaut werden.

Zur Zeit bin ich bei der Dokumentation des Projektes. Zur ersten Ausstellung im Oktober in Markkleeberg wird es ein Buch über das Projekt auf Hochglanzpapier sowie eine DVD geben.

Hier ein paar Beispielbilder, im Buch sowie auf der DVD werden davon hunderte in sehr hoher Auflösung zu sehen sein.

Cröbern von Osten

Die Bornaische Poststraße, rechts der Cröberner Kirchwald, im Hintergrund am Ortseingang ein Weiher.
Österreichische Artillerie und Infanterie auf dem Marsch in ihre Aufmarschgebiete.

Der Pfarrhof von Cröbern. Hier bezog am Abend des 16:10.1813 der Korpskommandeur Hessen-Homburg
Quartier.

Immer mehr Zivilisten strömen zur Kirche

Allgemeines

Dioramenbau

Die Idee, Cröbern während der Völkerschlacht zum Thema eines großen Dioramas zu machen, kam schon 2001 auf. Aber erst seit 2006 wurden daraus konkrete Planungen. Seither arbeitet Wolfgang Meyer in einer kleinen Gruppe von Hobbykollegen in wechselnder Zusammensetzung an der Umsetzung. Das Projekt wuchs sehr bald über die anfängliche Absicht hinaus, lediglich die Kirchstraße darzustellen. Heute ist das Ziel, die gesamte Bebauung des Ortes sowie seine direkte Umgebung mit sämtlichen dort am Nachmittag des 16. Oktober 1813 anwesenden Einwohnern und Truppen abzubilden.

Das Diorama wird in seinem Endzustand aus 32 Modulen bestehen. Jedes Einzelmodul wird auf einer hölzernen Grundplatte in den Maßen 1,20 m x 1,40 m aufgebaut. Darauf wird das Gelände mit Styrodur, einem dem Styropor verwandten, aber festeren und besser bearbeitbaren Material, und Spachtelmasse nach den historischen Karten aufgebaut. Besonders wird dabei auf die maßstäbliche Einhaltung der genaue topographischen Verhältnisse wie z.B. der Höhenunterschiede geachtet. Die Landschafts  und Gebäudegestaltung soll einen möglichst realistischen Eindruck erzeugen.

Alle Häuser und die Kirche des Ortes werden nach alten Fotografien und, soweit vorhanden, historischen Plänen und Aufmaßzeichnungen so exakt wie möglich nachgebaut. In seinem Endzustand wird das Diorama 7,20 m x 8,40 m messen. Zum Transport werden die Module in eigens dafür angefertigten Holzkisten verstaut. Nach dem endgültigen Aufbau werden die Nahtstellen der Module so bearbeitet, dass sie nicht mehr zu erkennen sind und das Ganze ein geschlossenes Geländes darstellt.

Im einzelnen präsentiert das Diorama:

  • die komplette Ortschaft Cröbern mit insgesamt knapp 90 Gebäuden einschließlich der Dorfkirche, Straßen, Gärten, Baumbestand, Wiesen, Feldern, Äckern sowie des Bachlaufs der Gösel mit den noch intakten Brücken und einer Wassermühle, die überschwemmte Göselaue, den sog. Moorgrund sowie Waldparzellen und Fischteiche;
  • ca. 20.000 eigens für dieses Projekt von Hand modellierte und bemalte vollplastische Figuren in Zinnguß, davon ca. 1.500 Kavalleristen;
  • ca. 200 Wagen und Geschütze mit ca. 600 Zugpferden.

Das Diorama zeigt die vollständigen österreichisch-ungarischen Infanteriedivisionen Bianchi und Weißenwolff, mehrere Kürassierregimenter der Division Nostiz sowie das russische Lubnyj-Husarenregiment. Ferner zeigt es den preußischen Hauptverbandplatz im Petermann’schen Gasthof, durch dessen geöffnete Türen und Fensterschläge zu sehen ist, wie die Feldschere ihrem Handwerk nachgehen. Im Ort befinden sich außerdem in fast allen Häusern Verwundete.

Ferner sind viele der Bewohner des Ortes einschließlich Pfarrer, Ortsrichter und Gemeindevorstand zu sehen. Die Zivilbevölkerung wird gerade evakuiert oder sucht Schutz in der Kirche. Neben den historisch genau recherchierten Truppenaufmärschen bringt das Diorama viele anekdotische Szenen, die nach den Überlieferungen von Zeitzeugen rekonstruiert sind.

Was dieses von allen anderen uns bekannten, fest installierten Großdioramen unterscheidet, ist der Anspruch, ein historisches Ereignis nach dem Ort des Geschehens, dem Ablauf der Ereignisse, der Gebäude  und Landschaftsgestaltung und der Anzahl der beteiligten Personen ohne alle modellbauerischen Kompromisse zu zeigen. Bei Großdioramen mit Zinnflachfiguren, so auch beispielsweise bei dem Diorama des südlichen Schlachtfeldes, das die Zinnfigurenfreunde Leipzig im Torhaus Dölitz zeigen, ist es sonst üblich, die Gebäude im Verhältnis zur Figurengröße auf 60 Prozent zu verkleinern und die Anzahl der Figuren um den Faktor Zehn gegenüber der tatsächlichen Zahl zu reduzieren. Anders als in diesen Fällen werden auf dem Cröbern-Diorama Entfernungen und Größen jedoch nicht gestaucht und die Figurenzahl nicht verringert. Alles, was auf dem Diorama zu sehen ist, entspricht dem historischen Vorbild präzise im Maßstab 1:72, und die Zahl der Figuren gibt genau die für den Zeitpunkt des Geschehens bekannten Stärken der Truppen und Zivilbevölkerung wieder.

Zum Vergrößern und für Detailsinfos bitte anklicken
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