Wikinger

DirkB
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Re: Wikinger

Beitrag von DirkB » Mo 10. Aug 2020, 18:59

Ein ganz toller Fortschritt deines Wikinger-Projektes. Vielen Dank für die Fotos. Bin begeistert und gespannt auf die weiteren Resultate.

Wolfgang, wie gehst du beim Bau der Szene vor? Du sprichst von Teilstücken, welche du schlussendlich zu einem Ganzen zusammenfügen musst. Was meinst du mit Teilstücken? Je Gebäude ein Teilstück? Würde mich wirklich interessieren. Ich habe meistens die Gesamtszene grob im Kopf, mache am Anfang viele Stellproben mit den Figurenrohlingen, um mich dem Thema und der Gesamtwirkung schrittweise zu näheren. Bist du da eher der Puzzler? ;)

Viel Erfolg weiterhin.

Liebe Grüße Dirk

DirkB
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Re: Wikinger

Beitrag von DirkB » Mo 10. Aug 2020, 19:08

Ach ... hatte ich noch vergessen.

Ich vermute du arbeitest bei den Gebäuden sehr viel mit Styrodurplatten in verschiedenen Stärken. Woher beziehst du das Material?

Ich möchte versuchen, meine Mauern aus Sandsteinpläner in meinem aktuellen Projekt erstmalig aus Styrodur zu fertigen. Daher meine Frage. Ein spezielles Schneidgerät habe ich nicht. Daher wären Platten in vorgefertigten Stärkegraden ganz gut.

Viele Grüße Dirk

Egbert
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Re: Wikinger

Beitrag von Egbert » Mi 12. Aug 2020, 10:26

Hartung W hat geschrieben:
Mo 10. Aug 2020, 08:49
stenfalk hat geschrieben:
So 9. Aug 2020, 20:29
Ist Dir aber super gelungen der Baum! Da entschädigt das Ergebnis zumindest für den Aufwand. Aber mal ganz ehrlich - hättest Du jetzt, direkt nach dem ersten, gleich wieder Lust, einen weiteren zu basteln? Da zieh ich immer den Hut vor Jos und all den anderen "Lehrern" aus den Miniaturbaumschulen, die sich das regelmäßig antun...
Du hast vollkommen recht. Ich möchte das kein zweites Mal praktizieren. Jetzt ist das im Verhältnis ja nur ein kleiner Baum und hat mich schon tagelang beschäftigt. Wenn ich an die Bäume von Jos denke : Wahnsinn !

Liebe Grüße
HartungW
Lieber Wolfgang,
als erstes möchte ich Dir zu dem von Dir bisher Geschaffenen herzlichst gratulieren. Es ist einfach nur traumhaft schön.
Den von Dir modellierte Baum finde ich übrigens richtig klasse!
Mir ging es genauso wir Dir, nach meinem ersten Versuch Bäume selbst herzustellen.
Die Lust daran war mir vorerst vergangen und ich hätte mir gewünschte das mein Probestück so gut ausgesehen hätte wie Deiner.
Mein Erfahrung bei den "gedrillten" Bäumen sind die, dass wenn man mehre gleichzeitig fertigt es einfacher von der Hand geht.
Die Arbeitsschritte nach dem verdrahten sind ja immer die gleichen. Daher lassen sich größere Stückzahlen recht effektiv und zügig fertigen.
Der Vorteil ist einfach die Individualität. Ich kann mir jede Baumart und Größe selber bauen und bin nicht von dem was der Markt hergibt abhängig.
LG Egbert
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Hartung W
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Re: Wikinger

Beitrag von Hartung W » Do 13. Aug 2020, 12:49

Wolfgang, wie gehst du beim Bau der Szene vor? Du sprichst von Teilstücken, welche du schlussendlich zu einem Ganzen zusammenfügen musst. Was meinst du mit Teilstücken? Je Gebäude ein Teilstück? Würde mich wirklich interessieren. Ich habe meistens die Gesamtszene grob im Kopf, mache am Anfang viele Stellproben mit den Figurenrohlingen, um mich dem Thema und der Gesamtwirkung schrittweise zu näheren. Bist du da eher der Puzzler? ;)


Also wie erkläre ich das Chaos am Besten ? Als Erstes habe ich mir notgedrungen angewöhnt, mich an bestimmte Schatelgrößen zu orientieren. Klingt blöd, ist aber bei mir zweckmäßig, weil ich die Dioramen aufgrund der Größe irgendwo unterbringen muss. Zum Glück habe ich zwei Keller, die aber ohne System relativ schnell voll wären. Für Vitrinen sind die Dioramen zu groß, alternativ sind also Schachteln von Nöten aufgrund meines Todfeindes "Staub".

Und schon sind wir beim nächsten Thema/Schritt: Module. Ich muss aufgrund der Schachtelgrössen das Dio in Module teilen, die dann möglichst so angelegt sein sollen, dass man wenig Übergänge sieht. Das ist eigentlich für mich der anspruchsvollste Teil der Planung, den ich gleichzeitig am Wenigsten mag. Geht aber nicht anders. Bei diesem Schritt habe ich aber schon Gedanken im Kopf, was ich insgesamt z.B. im Wikingerdorf sehen will und passse die Gedanken dann an die Module an. Ich wusste hier z.B., dass ich 3 Schiffe, ein Langhaus, Lagerhäuser an der Anlegestelle, eine Schmiede, eine Giesserei und diverse "Einfamilienhäuser" haben will. Von Kamar, Munich Kits und Nikolai habe ich mir schon im Voraus die herrlichen Figuren zugelegt, die ich dann auch möglichst alle unterbringen will (die Figuren sind das Salz in der Suppe und das Ausschlaggebende überhaupt für meine Dioramen - ohne passende Figuren kein Dio. Auch die Boote von Emhar und Germania waren ebenfalls sehr wichtig für die Szenerie. Viele Grüße bei der Gelegenheit an Andi, Eric und Cremerius!

Im Gegensatz zu einer "normalen" Vorgehensweise habe ich dieses Mall einfach ohne Planung das Langhaus gebaut, um vorweg zu sehen, wie viel Platz ich dafür brauche und wie ich dann drum herum bauen kann, immer mit einer Gesamtgröße des Dios von ca. 1qm vor Augen.
Zuletzt geändert von Hartung W am Do 13. Aug 2020, 13:24, insgesamt 1-mal geändert.

Hartung W
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Re: Wikinger

Beitrag von Hartung W » Do 13. Aug 2020, 13:03

DirkB hat geschrieben:
Mo 10. Aug 2020, 19:08
Ach ... hatte ich noch vergessen.

Ich vermute du arbeitest bei den Gebäuden sehr viel mit Styrodurplatten in verschiedenen Stärken. Woher beziehst du das Material?

Ich möchte versuchen, meine Mauern aus Sandsteinpläner in meinem aktuellen Projekt erstmalig aus Styrodur zu fertigen. Daher meine Frage. Ein spezielles Schneidgerät habe ich nicht. Daher wären Platten in vorgefertigten Stärkegraden ganz gut.
Bei den Gebäuden arbeite ich mittlerweile (nach Versuchen mit verschiedenen Platten) mit Polystyrol. Früher, z. B. bei meinen "Leben im MA" hatte ich noch Heizungsdämmplatten aus dem Baumarkt (auch unter dem Namen Polystyrol), die ich später aber bei Obi und anderen Baumärkten nicht mehr gefunden habe. Später bin ich dann in München bei einem Laden für Architekturbedarf auf ähnliches Material gestossen, aber in anderen Stärken, das aber aufgrund der dichten Pressung perfekt zu strukturieren ist (für Balken, Ziegelmauern etc.).

Ich denke im Internet unter dem Begriff Polystyrol wirst Du auf jeden Fall fündig.

Über dieses Thema habe ich mich auch schon mal mit Abbildungen bei meinem Dio "Pirate Island" (Seite 5) ausgelassen.

Unabdingbar ist auf jeden Fall ein Heißdrahtschneider, der so um die € 120,-- kostet und jeden Cent wert ist ! Mit diesem Heißdrahtschneider kannst Du Dir dann jede gewünschte Stärke aus den Rohlingen ganz leicht fertigen. Dazu gibt es preiswerte Zubehörteile, die Du unter:
http://www.shiftinglands.com findest. Ideal für das Zuschneiden von kleinen Poystyrolplatten ist das Zuberhör "Guider Pro" für € 27,95 bei Shiftinglands.auf den

Abschließend muss ich noch sagen, dass ich beim Häuserbau mittlerweile wieder verstärkt mit Karton arbeite, sei es nun bei Holzwänden oder Dächern und Türen. Zus Strukturierung trage ich auf den Karton Ponal auf, lasse das Ganze trockenen und strukturiere dann die Holzmaserung mit einem Spitzbohrer. Danach schneide ich die Bretter oder Dachplatten zu. Dazu benütze ich entweder ein Schneidegerät (bei größeren Mengen) oder eine Schere.

Liebe Grüße und viel Spass beim Basteln

HartungW

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Re: Wikinger

Beitrag von Cryns » Do 13. Aug 2020, 15:19

Lieber Hartung W,

I agree with all the others: you make an incredible beatiful diorama. Buildings, painting, details are all of the highest standard. Even your first scratch build tree looks good. Well done.
Hartung W hat geschrieben:
Do 13. Aug 2020, 12:49
Und schon sind wir beim nächsten Thema/Schritt: Module. Ich muss aufgrund der Schachtelgrössen das Dio in Module teilen, die dann möglichst so angelegt sein sollen, dass man wenig Übergänge sieht. Das ist eigentlich für mich der anspruchsvollste Teil der Planung, den ich gleichzeitig am Wenigsten mag. Geht aber nicht anders. Bei diesem Schritt habe ich aber schon Gedanken im Kopf, was ich insgesamt z.B. im Wikingerdorf sehen will und passse die Gedanken dann an die Module an.
Yes, that is very clever and helpfull for future transport and storage.

But that does not mean everything in your diorama has to be composed into a perfectly square checkerboard pattern. (I am sorry, you remember I told you this before when you made the Pirate Harbour)

A harbour village like this usually developed in an organic way, not in a pre-designed cityplan. You could make at least some angles a bit more or a bit less than 90 degrees. Angles of the space between houses, angles and curves of the roads, a curve in the riverside and as a result a curve or strange angle in the quay. How about thinking trapezium-wise? Think organic.

If you would give every module 2 or 3 corners of 80, 85 or 95 degrees instead of the common 90, it will all look more lively right away.

If you want to stick to your square module bases, you can still move all buildings, roads and piers around for only a few degrees, in different directions.

Okay thats my opinion. But that doesn not change the fact your modelingwork of all the separate parts and details is allready near perfect. I love it very much.

Patrick
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Re: Wikinger

Beitrag von Patrick » Do 13. Aug 2020, 21:59

Ja, da muss ich Cryns recht geben. Ich bemühe mich selbst bei meinen Dioramen möglichst krumm und schief zu arbeiten. Kreuz und quer. Das ist aber wohl eher Geschmackssache. Natürlich bewundere ich deinen Detailreichtum und den großartigen Modellbau. Immer wieder toll. Es gibt nichts Besseres im Thema "Wikinger"
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DirkB
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Re: Wikinger

Beitrag von DirkB » Di 18. Aug 2020, 16:07

Hartung W hat geschrieben:
Do 13. Aug 2020, 12:49
Wolfgang, wie gehst du beim Bau der Szene vor? Du sprichst von Teilstücken, welche du schlussendlich zu einem Ganzen zusammenfügen musst. Was meinst du mit Teilstücken? Je Gebäude ein Teilstück? Würde mich wirklich interessieren. Ich habe meistens die Gesamtszene grob im Kopf, mache am Anfang viele Stellproben mit den Figurenrohlingen, um mich dem Thema und der Gesamtwirkung schrittweise zu näheren. Bist du da eher der Puzzler? ;)


Also wie erkläre ich das Chaos am Besten ? Als Erstes habe ich mir notgedrungen angewöhnt, mich an bestimmte Schatelgrößen zu orientieren. Klingt blöd, ist aber bei mir zweckmäßig, weil ich die Dioramen aufgrund der Größe irgendwo unterbringen muss. Zum Glück habe ich zwei Keller, die aber ohne System relativ schnell voll wären. Für Vitrinen sind die Dioramen zu groß, alternativ sind also Schachteln von Nöten aufgrund meines Todfeindes "Staub".

Und schon sind wir beim nächsten Thema/Schritt: Module. Ich muss aufgrund der Schachtelgrössen das Dio in Module teilen, die dann möglichst so angelegt sein sollen, dass man wenig Übergänge sieht. Das ist eigentlich für mich der anspruchsvollste Teil der Planung, den ich gleichzeitig am Wenigsten mag. Geht aber nicht anders. Bei diesem Schritt habe ich aber schon Gedanken im Kopf, was ich insgesamt z.B. im Wikingerdorf sehen will und passse die Gedanken dann an die Module an. Ich wusste hier z.B., dass ich 3 Schiffe, ein Langhaus, Lagerhäuser an der Anlegestelle, eine Schmiede, eine Giesserei und diverse "Einfamilienhäuser" haben will. Von Kamar, Munich Kits und Nikolai habe ich mir schon im Voraus die herrlichen Figuren zugelegt, die ich dann auch möglichst alle unterbringen will (die Figuren sind das Salz in der Suppe und das Ausschlaggebende überhaupt für meine Dioramen - ohne passende Figuren kein Dio. Auch die Boote von Emhar und Germania waren ebenfalls sehr wichtig für die Szenerie. Viele Grüße bei der Gelegenheit an Andi, Eric und Cremerius!

Im Gegensatz zu einer "normalen" Vorgehensweise habe ich dieses Mall einfach ohne Planung das Langhaus gebaut, um vorweg zu sehen, wie viel Platz ich dafür brauche und wie ich dann drum herum bauen kann, immer mit einer Gesamtgröße des Dios von ca. 1qm vor Augen.
Vielen Dank für deine ausführliche Erläuterung, Wolfgang. Ich habe auch das Schachtelgrößenproblem. Größere Dioramen baue ich meist nach dem vorhandenen Platz im Kellerregal. Mit Modulen habe ich mich bisher nicht getraut. Stelle es mir schwierig vor den richtigen Schnitt zu machen.

DirkB
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Re: Wikinger

Beitrag von DirkB » Di 18. Aug 2020, 16:11

Hartung W hat geschrieben:
Do 13. Aug 2020, 13:03
DirkB hat geschrieben:
Mo 10. Aug 2020, 19:08
Ach ... hatte ich noch vergessen.

Ich vermute du arbeitest bei den Gebäuden sehr viel mit Styrodurplatten in verschiedenen Stärken. Woher beziehst du das Material?

Ich möchte versuchen, meine Mauern aus Sandsteinpläner in meinem aktuellen Projekt erstmalig aus Styrodur zu fertigen. Daher meine Frage. Ein spezielles Schneidgerät habe ich nicht. Daher wären Platten in vorgefertigten Stärkegraden ganz gut.
Bei den Gebäuden arbeite ich mittlerweile (nach Versuchen mit verschiedenen Platten) mit Polystyrol. Früher, z. B. bei meinen "Leben im MA" hatte ich noch Heizungsdämmplatten aus dem Baumarkt (auch unter dem Namen Polystyrol), die ich später aber bei Obi und anderen Baumärkten nicht mehr gefunden habe. Später bin ich dann in München bei einem Laden für Architekturbedarf auf ähnliches Material gestossen, aber in anderen Stärken, das aber aufgrund der dichten Pressung perfekt zu strukturieren ist (für Balken, Ziegelmauern etc.).

Ich denke im Internet unter dem Begriff Polystyrol wirst Du auf jeden Fall fündig.

Über dieses Thema habe ich mich auch schon mal mit Abbildungen bei meinem Dio "Pirate Island" (Seite 5) ausgelassen.

Unabdingbar ist auf jeden Fall ein Heißdrahtschneider, der so um die € 120,-- kostet und jeden Cent wert ist ! Mit diesem Heißdrahtschneider kannst Du Dir dann jede gewünschte Stärke aus den Rohlingen ganz leicht fertigen. Dazu gibt es preiswerte Zubehörteile, die Du unter:
http://www.shiftinglands.com findest. Ideal für das Zuschneiden von kleinen Poystyrolplatten ist das Zuberhör "Guider Pro" für € 27,95 bei Shiftinglands.auf den

Abschließend muss ich noch sagen, dass ich beim Häuserbau mittlerweile wieder verstärkt mit Karton arbeite, sei es nun bei Holzwänden oder Dächern und Türen. Zus Strukturierung trage ich auf den Karton Ponal auf, lasse das Ganze trockenen und strukturiere dann die Holzmaserung mit einem Spitzbohrer. Danach schneide ich die Bretter oder Dachplatten zu. Dazu benütze ich entweder ein Schneidegerät (bei größeren Mengen) oder eine Schere.

Liebe Grüße und viel Spass beim Basteln

HartungW
Danke für die Tipps. Hinsichtlich der Styrodur-Platten (bzw. "Polysterol") bin ich aktuell über den Anbieter www.modulor.de gestolpert. Der scheint ein ganz passables Sortiment zu führen.

Grüße Dirk

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